Hundeverhalten

1. April 2017

JoJo_HeadDer Hund ist in den letzten Jahrzehnten ein festes Element unserer Gesellschaft geworden. Er erfüllt jenen Traum vom Kameraden, Spielgefährten, Seelentröster, Beschützer, Helfer in der Not, Trainingspartner und nicht zu vergessen den, eines guten Freundes.

Sätze wie:  ”mein Hund weiß ganz genau was ich denke”, oder “mein Hund versteht jedes Wort”, “… er kennt mich ganz genau” oder ” … der weiß genau warum ich so oder so handle” lassen erahnen, wie eng sich der Mensch mit diesem Lebewesen verbunden fühlt.

Wir alle lieben das Gefühl das Hunde uns verstehen. Aber tun sie das wirklich? Verstehen Hunde uns in unserer doch komplexen und vielschichtigen Kommunikation? Und wie sieht es mit uns aus, verstehen wir ihre Sprache? Können wir Mimik, Körperhaltung und Lautäußerungen der Hunde richtig interpretieren?

Was uns betrifft, so lautet die Antwort: ja. Dank der Arbeit vieler Forscher und Biologen sind wir heute jedenfalls mehr denn je dazu in der Lage Hunde in ihrem Kommunikationssystem zu verstehen.

Interessanter Weise rückt auch unser eigenes Kommunikationssystem in den letzten Jahren wieder mehr in den Fokus der Forschung. Beschäftigt man sich nun gleicher Maßen mit beiden Systemen so springt zunächst eine gewisse Ähnlichkeit ins Auge. Dann aber entdeckt man ganz entscheidende Unterschiede. Und gerade sie sind ursächlich für die meisten Konflikte in unseren Mensch/Hunde Beziehungen. Warum ist das so?

Meiner Meinung nach liegt das Übel in der fehlenden oder fehlerhaften Interpretation der Körpersprache. Um Signale eines Tieres zu verstehen muss man sie erkennen und richtig zuordnen können. Hier zwei Beispiele beliebter Fehlinterpretationen: das “schlechtes Gewissen” des Hundes, das an der Körperhaltung zu erkennen sei oder die “Entschuldigung”, am Belecken eines zuvor durch Biss verletzten Körperteils ( z.B. der Hand) zu erkennen. Falschen Interpretationen können dauerhaften, unlösbaren Stress und im schlimmsten Fall sogar vermeidbare Verletzungen zur Folge haben. Was tun?

Wer die Unterschiede beider Kommunikationssysteme kennt, der kann sie auch erkennen. Und wer sie erkennt, der hält den Schlüssel zu einem respektvollen und gewaltfreien Umgang in seinen Händen. Der ist frei von dem Bestreben, ein andersartiges Geschöpf, welches der Hund nun einmal ist, uns Menschen gleich zu machen. Der kann ganz beruhigt den Hund das sein lassen, was er ist. Ein Raubtier, das sein eigenes Kommunikationssystem besitzt und trotzdem in der Lage ist, enge Bindungen mit uns Menschen ein zu gehen.

Wir Menschen sind in der Lage, uns in die Sprache eines anderen Lebewesens ein zuarbeiten. Sicher, das bedarf einiger Anstrengungen. Ein uns fremdes Kommunikationssystem fällt nicht einfach so vom Himmel. Es muss erlernt werden wie ein Handwerk, ein Instrument, wie eine fremde Sprache.
Aber, jeder kann die Sprache der Hunde erlernen, jeder der Zeit und Freude am Lernen hat!

Welche Hilfsmittel benötigen wir?

Weder Stachler, noch Halsbänder die sich wie Schlingen um/ oder über die Kehlen unserer Hunde ziehen. Auch keine gefüllte Blechdosen, Discscheiben, Wurfketten …

Unser heutiges Wissen löst Lernmethoden ab die verbiegen, ängstigen, nötigen, erschrecken oder gar Schmerzen zufügen. Diese Art der Erziehung hat nichts mit Führungsqualität sondern mit Unwissenheit, fehlender Empathie, Unsicherheit und Hilflosigkeit zu tun. Das Resultat solcher Beziehungen war und ist nicht selten die pure Angst der unterlegenen Kreatur.

Es geht auch anders! Ich zeige Ihnen wie. Was Sie dazu benötigen?

Freude am Lernen!